Nahrungsergänzungsmittel und Vitalprodukte sind wie ihr Name schon sagt dafür da, die normale Ernährung zu ergänzen und unsere Vitalität zu unterstützen. Wer allerdings guten Gewissens sagen kann das er sich ausgewogen, abwechslungsreich und gesund ernährt braucht sich in der Regel keine Gedanken über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln machen, da wir hier in Europa durch das vielfältige Lebensmittelangebot, das die Natur uns bietet, alle wichtigen Stoffe in genügendem Maße durch das Essen aufnehmen. Da wir uns aber gelegentlich recht einseitig ernähren und auch nicht immer die Zeit haben, ausgewogen und gesund daheim zu kochen, kann es manchmal sinnvoll sein unserem Körper die Stoffe zuzuführen, die er benötigt, aber nicht durch die normale Nahrung in ausreichendem Maße bekommt.

Wann ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ?
Grundsätzlich ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nur dann erforderlich oder sinnvoll wenn aufgrund erhöhten Bedarfs bestimmte Stoffe dem Stoffwechsel nicht über eine normale und ausgewogene Ernährung zugeführt werden können. Solch ein erhöhter Bedarf kann in bestimmten Phasen vorliegen, z.B. während einer Krankheit, Schwangerschaft oder auch bei der Aufnahme einer körperlich schweren Arbeit oder einem Sport, der den Körper sehr beansprucht. Desweiteren benötigen auch Raucher mehr von bestimmten Vitaminen, um evtl. auftretenden Mangelerscheinungen vorzubeugen. Auch Menschen, die sehr viel Stress im Berufsleben haben und dauernd unter Druck stehen haben des öfteren Mangelerscheinungen, verursacht durch die Überaktivität unseres Denkorgans - dem Gehirn. Das Gehirn des Menschen verbraucht mit Abstand die meiste Energie im menschlichen Körper. Da jeder Mensch individuelle Essgewohnheiten hat und Belastungen unterschiedlichster Art ausgesetzt ist, kann man nicht pauschal sagen für wen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ratsam wäre. Eventuelle Mangelerscheinungen lassen sich am besten durch die Blutbilduntersuchung beim Arzt feststellen. Folgende Symptome können auf einen Mangel an bestimmten Nährstoffen hinweisen :

  • Dauernde Müdigkeit und Antriebslosigkeit ( -> siehe auch Winterdepression / Lichttherapie )
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
  • Häufige Störungen im Magen-Darm-Trakt
  • Fehlende Konzentrationsfähigkeit
  • Haarausfall, spröde Haare und Nägel
  • Reizbarkeit, Schwindelgefühl


Was sind die häufigsten Mangelerscheinungen ?

Antriebslosigkeit kann durch Vitamin D-Mangel kommen
Eisenmangel gehört zu den am häufigsten vertretenen Mangelerscheinungen. Weltweit leiden etwa 30% der Menschen an dieser Art von Mangel, vor allem Frauen und Vegetarier. Durch den Verzicht auf Fleisch und Fischprodukte ist die natürliche Zufuhr des Spurenelements Eisen nicht mehr gewährleistet. Der menschliche Körper benötigt pro Tag bis zu 2mg Eisen, das für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und somit für den Transport des Sauerstoffs im Blut zuständig ist. Bei den Frauen entsteht dieser Mangel durch starke Regelblutung und durch Schwangerschaft. Bei Eisenmangel ist die Einnahme von einem Ergänzungsmittel für einen bestimmten Zeitraum daher ratsam.
Enthalten in : Eiern, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Trockenobst, Kartoffeln, Nüsse, Karotten, Blattgemüse, Sesam, Pilze.

Kalziummangel macht sich häufig durch einen schlechten Schlaf bemerkbar. Auch Menschen, die an Osteoporose leiden, haben in der Regel starken Kalziummangel. Das Kalzium ist wichtig für den Aufbau und Erhalt unserer Zähne und Knochen. Gerade in jungen Jahren, in denen der Körper noch wächst benötigt der Körper viel Kalzium um starke Knochen aufbauen zu können.
Enthalten in : Nüssen, Brokkoli, kalziumreiches Mineralwasser, Sojaprodukte, Milchprodukte, Bohnen.

Magnesiummangel hatte wohl fast jeder schon einmal und hat dies auch schmerzhaft am eigenen Leib erfahren dürfen. Eines der häufigsten Symptome hierfür sind Krämpfe, insbesondere der klassische nächtliche Wadenkrampf. Nervosität und Vergesslichkeit gehen auch oft auf das Konto einer Magnesiumunterversorgung. Das Magnesium aktiviert im Körper verschiedene Enzyme und wirkt auf den Fettstoffwechsel anregend.
Enthalten in : Rohes Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Brokkoli, Naturreis, Bohnen und Erbsen, Milchprodukte.

Kaliummangel lässt sich durch Erschöpfungszustände erkennen, denen keine besondere Ertüchtigung vorausgegangen ist. Man fühlt sich kraftlos und es kann zu Komplikationen im Magen-Darm-Trakt kommen,  die sich durch starkes Erbrechen und Durchfälle bemerkbar machen. Dies kommt daher, das Kalium eine entscheidende Rolle in unserem Kohlenhydratstoffwechsel spielt. Des Weiteren übernimmt Kalium die Regulierung unseres Flüssigkeitshaushalts im Körper.
Enthalten in : Karotten, Spinat, Knoblauch, Tomaten, Olivenöl, Blumenkohl, Petersilie, Orangen, Zitronen.

Zinkmangel macht sich durch die erhöhte Anfälligkeit von Infektionskrankheiten bemerkbar. Auch können Appetitlosigkeit, Haarausfall und Durchfall zu den Symptomen gehören. Ein weiterer Indikator ist das sehr langsame Verheilen von Wunden und Verletzungen, für das das Spurenelement Zink verantwortlich ist.
Enthalten in : Eiern, Linsen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Rindfleisch, Haferflocken, Käse.

Jodmangel war früher um einiges häufiger vertreten als dies heute der Fall ist, da wir mittlerweile viel mehr jodierte Salze zu uns nehmen und auch Fisch ein guter Lieferant für diesen Stoff ist. Die Symptome von Jodmangel machen sich hauptsächlich an der Schilddrüse bemerkbar,-durch die Ausbildung eines Kropfs. Besonders schlimm ist der Mangel von Jod während der Schwangerschaft. Es kann zu geistigen Entwicklungsstörungen, Taubstummheit oder sogar zu Fehl,- und Totgeburten kommen.
Enthalten in : Milch, Spinat, Seefisch, Eier, Radieschen, Rotkohl, Brokkoli, Roggenbrot.

Vitamin B12-Mangel ist bemerkbar durch Schwindel, Müdigkeit, Blässe und Gewichtsverlust aufgrund mangelndem Appetit. Auch Herzschwäche kann von einem Mangel an Vitamin B12 ausgehen. Da dieses Vitamin nur in tierischen Produkten wie Eiern, Fleisch und Fisch vorkommt, leiden vor allem Veganer an dieser Mangelerscheinung und müssen dieses Vitamin auf anderem Wege durch Nahrungsergänzung zu sich nehmen.
Enthalten in : Allen tierischen Produkten ( Veganer müssen dieses Vitamin ergänzend zuführen ! )

Vitamin D-Mangel entsteht aufgrund fehlender Sonneneinstrahlung. Gerade im Winter fehlt dem Körper die Einwirkung der Sonnenstrahlen, die uns dieses Vitamin selbst produzieren lassen. Vitamin D steuert den Wechsel zwischen Kalzium und Phosphat im Körper und ist somit für wesentlich für Knochen und Zähne zuständig. Fehlender Sonneneinstrahlung und damit verbundenen Symptomen kann mittels einer Lichttherapie entgegengewirkt werden oder durch den verstärkten Verzehr von Vitamin D-haltigen Lebensmitteln wie Fisch und fetthaltigen Milchprodukten.
Enthalten in : Fisch, Eigelb, Milchprodukte, Rinderleber, Lebertran.

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Fazit
Vitalprodukte werden heute vermehrt im Wellnessbereich eingesetzt und sollen zur Steigerung des Wohlbefindens beitragen und die Gesundheit unterstützen. Wer bewusst auf eine ausgewogene Ernährung achtet, viel Obst, Gemüse, Fisch und auch gelegentlich Fleisch isst, braucht sich in der Regel weniger Gedanken um Nährstoffmängel machen, da wie bereits erwähnt alle wichtigen Stoffe, die unser Körper benötigt in unserem reichhaltigen natürlichen Nahrungsmittelangebot vertreten sind. Veganer sollten sich eingehender mit dieser Thematik auseinandersetzen, da sie auf einen erheblichen Teil der Lebensmittel-Auswahl verzichten, und daher wichtige Stoffe auf andere Weise erhalten müssen. 

Eine natürliche Nahrungsergänzung durch den Verzehr von Gemüse schreckt einige Personen ab, weil sie kein Interesse daran haben, aufwendige Salate oder andere Speisen zuzubereiten. Dabei muss dieser Aufwand nicht zwingend betrieben werden, die einzelnen Lebensmittel können auch in den Mixer gegeben werden, um somit grüne Smoothies zuzubereiten. So spart man viel Zeit und zugleich wird der Verdauungstrakt entlastet.

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