Vielen Menschen machen die langen Wintermonate hierzulande zu schaffen. Das ständige Grau des Himmels und fehlende Sonneneinstrahlung schlagen derart aufs Gemüt, das man sich antriebslos, schlapp und chronisch übermüdet fühlt. Man möchte nicht raus in die Natur, um Bewegung oder Sport zu betreiben und manche werden von einer Art Traurigkeit überfallen, ziehen sich zurück und gehen anderen aus dem Weg.

Wissenschaftler haben herausgefunden, das dies eine Art Energiesparmodus ist,- ein Überrest des menschlichen Winterschlafes, den heute keiner mehr braucht. Das Gefühl von Wellness ist verloren. Mediziner sprechen hierbei von einer "Winterdepression". Dagegen können ein wenig Meditation oder Yoga und eine Lichttherapie wahre Wunder wirken.

Wie merke ich ob ich an einer Winterdepression leide ?

  • Sie schlafen mehr als im Sommer, fühlen sich aber trotzdem ständig müde ?
  • Sie haben regelrechten Heißhunger auf Süßigkeiten wie Schokolade ?
  • Beim Blick auf die Waage stellen Sie fest das Sie im Winter zunehmen ?
  • Sie fühlen sich irgendwie traurig, wissen aber nicht genau warum ?
  • Sie leiden an fehlender Motivation, Dinge zu erledigen ?
  • Schlappheit und Antriebslosigkeit sind ihre ständigen Begleiter ?
  • Im Frühjahr fühlen Sie sich auf einmal immer besser ?

All dies können Anzeichen sein, das auch Sie an einer Winterdepression leiden. Ratsam ist es, wenn die Mehrheit dieser Fragen mit Ja beantwortet werden können, einen Arzt aufzusuchen und mit ihm über die Symptome und Ihre Gefühlslage zu sprechen. So lässt sich genau feststellen ob Sie jemand sind, der im Winter mit Depressionen zu kämpfen hat. Gerade in längeren und kälteren Wintern wie in diesem Jahr häufen sich die Patienten in den Arztpraxen, die unter den oben genannten Symptomen leiden.

Da Winterdepressionen meist nicht so schwerwiegend sind wie normale Depressionen werden dem Patienten nicht gleich Antidepressiva verschrieben, sondern eine Lichttherapie empfohlen. Medizinische Untersuchungen ergaben, das zwischen 6 und 9 von 10 Patienten, die sich dieser Lichttherapie unterzogen, innerhalb von 2 Wochen eine bemerkenswerte Verbesserung ihrer Symptome feststellten. Falls Sie also an einer Winterdepression leiden, sollten Sie sich ernsthaft überlegen, eine solche Lichttherapie zu probieren.


Wie funktioniert eine Lichttherapie ?
Für eine Lichttherapie braucht man nicht in die Praxis
Die Lichttherapie wird nicht wie andere Therapien in einer Praxis angewendet, sondern kann bequem zu Hause gemacht werden, während des Fernsehens, beim Essen oder bei anderen Dingen. Der wesentliche Bestandteil einer Lichttherapie ist das starke Leuchtmittel, das eine Lichtintensität von mindestens 2500 Lux haben sollte. Durch das Aufhalten in der Nähe dieser starken Lichtquelle kann das Licht trotz geschlossener Augenlieder bis an die Netzhaut vordringen und somit ähnlich wie das natürliche Sonnenlicht wirken.

Wie genau dieser Wirkprozess funktioniert ist noch nicht genau bekannt, aber die Resultate sprechen für sich. Man weiß nur, das Sonnenlicht eine besondere Wirkung auf unsere Hormonausschüttung hat. So wird durch Sonnenlicht die Ausschüttung unseres körpereigenen Glückshormons "Serotonin" angekurbelt, was sich positiv auf unsere Empfindungen und die Stimmung auswirkt. Genau dieser Vorgang wird mit einer Lichttherapie-Lampe herbeigeführt, indem es den Aufenthalt in der Natur simuliert und unsere Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes "aufgehellt". Wenn es dunkel wird schüttet unser Körper vermehrt das Schlafhormon "Melatonin" aus, was erklärt, warum wir in den überwiegend dunklen Wintermonaten unter den oben genannten Symptomen leiden.

Während der Lichttherapie verbringt man täglich je nach Stärke der Lampe ca. eine halbe Stunde bis Stunde in der Nähe der Lampe und das helle Licht auf sich wirken. Idealerweise gleich am morgen um die Hormonausschüttung anzukurbeln und fit in den Tag zu starten. Die Therapielampen sind im Normalfall mit UV-Freien weißen Leuchtmitteln ausgestattet, die dem Sonnenlicht recht nahe kommen.

Gibt es Nebenwirkungen ?
Laut Umfragen unter Patienten, die sich einer Lichttherapie unterzogen haben gibt es so gut wie keine Nebenwirkungen. Selten auftretende Unannehmlichkeiten seien Kopfschmmerzen oder trockene Augen, wenn Patienten zu dicht vor der Therapielampe sitzen. Menschen, die unter "grünem Star" leiden oder andere Augenkrankheiten sollten jedoch vor dem Therapiebeginn mit ihrem behandelnden Arzt sprechen, ob sich eine solche Therapieform für sie eignet. Die medizinischen Dienste von Krankenkassen bescheinigen die Lichttherapie als Bekämpfung von Winterdepressionen mit "keinerlei Hinweisen auf Schäden".

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Aus medizinischer Sicht spricht nichts gegen die Anwendung einer Lichttherapie zu Hause, wenn die Diagnose einer Winterdepression besteht. Anders als bei der UV-Bestrahlung gegen Neurodermitis und Schuppenflechte übernehmen die Krankenkassen bei der Anschaffung einer Lichttherapie-Lampe wegen einer Winterdepression leider noch nicht die Kosten und somit muss der Kauf einer solchen Lampe selbst übernommen werden. Wegen der ständig wachsenden Nachfrage haben viele Hersteller spezielle Lichttherapie-Lampen in ihre Produktpalette aufgenommen. Sie sind dadurch wesentlich günstiger geworden als noch vor einigen Jahren. Die gängisten Lichttherapie-Lampen von Phillips, Beurer und Davita finden Sie neu und gebraucht in unserem Themen-Partnershop.

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