Meditation dient zu wesentlich mehr als nur zur Entspannung. Bei der reinen Entspannung sind die Gedanken am kreisen,- während der Meditation bleibt der Geist wachsam und kontrolliert. Dadurch, dass wir unsere Gedanken kontrollieren können wir die Dinge so erleben, wie sie sind und das Bewusstsein ganz entfalten.

Das Meditieren
Die Meditation ist eine Technik, die viele Kulturen nutzen um den Geist zu kontrollieren. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich verschiedenste Übungen zur Meditation, wobei die meisten mit einer Phase der Entspannung beginnen. Der Meditierende konzentriert seinen Geist auf einen Punkt. Wenn die Gedanken dann ihren Lauf nehmen, holt man sie zurück an den Punkt, auf den man sich konzentriert.

Da man gewohnt ist, den Gedanken meist freien Lauf zu lassen bereitet diese Übung manchen am Anfang etwas Probleme und man benötigt etwas Geduld. Nach regelmäßigen Übungen wird man aber schnell feststellen, das die Dauer der Konzentrationsfähigkeit laufend zunimmt und man beginnt, die heilsame Wirkung der Meditation zu spüren. Auf was man sich bei der Meditation konzentriert, bleibt jedem Selbst überlassen, manche stellen sich ein bestimmtes Objekt vor, andere konzentrieren sich auf einen Ton, auf Liebe oder auch auf Angst. Eine bewährte Technik ist auch sich auf die eigene Atmung zu konzentrieren und diese ganz bewusst wahrzunehmen.

Wirkung der Meditation
Die Meditation wirkt auf unser Hirn, indem sie ein Gleichgewicht zwischen unseren Gehirnhälften herstellt. Die linke Hälfte ist hauptsächlich zuständig für den Denkprozess, für die Erledigung bestimmter Aufgaben sowie auch für das Sprechen. Während wir wach sind und irgendwelchen Aufgaben nachgehen, sendet unser Gehirn elektrische Impulse aus, die als "Betawellen" bezeichnet werden. Die rechte Gehirnhälfte ist für Gefühle, Fantasie und unsere Intuition zuständig. Während wir Musik hören befinden wir uns eher in einem respektiven als in einem aktiven Zustand. In dieser passiven Phase sendet unser Gehirn langsamere elektrische Impulse aus, die als "Alphawellen" bezeichnet werden.

Diesen Zustand erreichen wir auch kurz nach dem Aufwachen oder vor dem Einschlafen. In dieser Alphaphase verbringen wir täglich ca. eine Stunde. Mithilfe der Meditation können wir diese Phase verlängern, was dazu beiträgt, die Gegenwart intensiver zu erleben bevor die linke Gehirnhälfte wieder anfängt rational zu denken. Die heilsame Wirkung der Meditation hilft uns also dabei, ein natürliches Gleichgewicht zwischen unseren Gehirnhälften herzustellen. Dadurch lernen wir, in der Hektik des Alltags mit Stresssituationen besser umzugehen, uns besser konzentrieren zu können und nach Feierabend richtig abzuschalten.

Sich Zeit nehmen zur Meditation
Betrachten Sie die Meditation als Ihren persönlichen Ruhepol, der regelmäßig in den Tagesablauf integriert werden sollte. Mit etwas Planung lässt sich die Meditation in den Ablauf des Tages gut einbinden, auch wenn dieser von Terminen, dem Berufsalltag und der Familie bestimmt wird. Versuchen Sie die Zeit für ihre Meditation als einen persönlichen Termin mit sich selbst zu sehen, den es einzuhalten gilt, auch wenn es nur ein paar Minuten täglich sind. Ein jeder Mensch hat diesen Anspruch für ein wenig Zeit für sich. Durch gute Organisation des Tagesablaufs lässt sich so ein Zeitfenster schaffen, das Sie nur für sich nutzen sollten.

Der Platz zum Meditieren
Ein idealer Platz zur Meditation ist ein Ort, an den man sich zurückziehen kann, den Alltagsstress hinter sich lassen kann und der zur Entspannung einlädt. Versuchen Sie in Ihrem Zuhause einen solchen Ort zu schaffen, sei es ein freies Zimmer oder aber auch nur eine gemütliche Ecke in die Sie sich zurückziehen können. Meditations-Accessoires können helfen sich eine wohlige Umgebung zu schaffen.

Wenn man Entspannungsmusik mag, wird es hilfreich sein einen Ort zu wählen, an dem man Musik hören kann. Es gilt sich einen Platz zu schaffen, an dem die Atmosphäre stimmt. Das eigene Bett kann solch ein Ort sein, allerdings kann es passieren, dass man einschläft. Wenn man im Laufe der Zeit ein wenig Übung mit der Meditation bekommt, und die Fähigkeit der totalen Konzentration beherrscht ist es auch möglich an den verschiedensten Plätzen zu Meditieren, wie z.B. im eigenen Auto, an der Haltestelle der U-Bahn oder im Park an der freien Natur. Gemütliche und lockere Kleidung ist hilfreich.


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Haltung und Atmung während der Meditation
Die Atmung und eine korrekte Haltung tragen wesentlich zur erfolgreichen Meditation bei. Dabei ist wichtig, eine Position einzunehmen, die für Sie als angenehm empfunden wird. Probieren Sie die verschiedenen Stellungen aus und entscheiden dann, welche für Sie die Beste ist. Man unterscheidet in vier Grundstellungen, die für die Meditation förderlich sind.
Wirbelsäule und Hals bilden eine Linie

  • Im Sitzen. Eine einfach einzunehmende Stellung, auf einer Bank, auf einem Stuhl oder einem Hocker. Versuchen Sie mit geradem Rücken aufrecht zu sitzen, nicht angelehnt und die Hände auf den Oberschenkeln oder den Armlehnen.
  • Schneidersitz. Setzen sich mit überkreuzten Beinen auf eine Meditationsmatte oder den Boden und sitzen möglichst aufrecht. Kopf und Wirbelsäule sollten eine Linie bilden und die Hände ruhen auf den Knien.
  • Im Knien. Knien Sie sich auf den Boden oder eine Meditationsmatte mit dem Gesäß auf den Versen. Auch hierbei bilden Kopf und Wirbelsäule eine Linie. Die Hände ruhen entspannt auf den Oberschenkeln.
  • Im Liegen. Legen Sie sich auf einen bequemen Untergrund. Die Beine und Arme legen Sie entspannt, aber gerade leicht vom Körper weg. Diese Position ist die entspannendste, manchmal aber auch etwas ungünstig, da man leicht einschläft.
Eine der einfachsten Übungen zum Meditieren ist es, die eigenen Atemzüge zu zählen. Atmen Sie tief, regelmäßig und ruhig und konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf den Vorgang der eigenen Atmung. Stellen Sie sich vor wie frische gesunde Luft ihren Körper durchströmt. Zählen Sie die Atemzüge leise in Gedanken vor sich hin. Wenn Sie bemerken, wie die Gedanken abschweifen, holen Sie sie zurück auf die Atmung. Durch diese Übung kann man sehr gut in sich kehren und sich selbst ohne äußere Einflüsse spüren.

Stress
Die Stressfunktion unseres Körpers ist lebensnotwendig. Wenn wir in Situationen kommen, in denen Gefahr droht, schüttet der Körper Adrenalin aus, die Herzfrequenz erhöht sich und der Stoffwechsel wird beschleunigt. Diesen Zustand bezeichnet man als "Cannonsche Notfallreaktion". Physische Belastungen wie körperliche Anstrengung hilft dem Körper diesen Stress wieder abzubauen. Wenn wir also einen psychisch stressigen Job haben, bei dem die Stresshormone nicht durch körperliche Anstrengung wieder abgebaut werden können, ist es ratsam nach Feierabend einen Ausgleich durch Bewegung und Sport zu schaffen. Es ist auch schon hilfreich einen Spaziergang in der Natur zu machen. Wenn wir dies nicht tun, kann es durch die Ansammlung solcher Stresshormone auf längere Sicht zu ernsthaften Erkrankungen kommen.

Entspannung
Das Gegenteil von Stress ist die Entspannung. Die Entspannung ist wichtig für unseren Körper und unseren Geist um den angesammelten Stress zu verarbeiten und abzubauen. Es ist die Phase, die der Körper benötigt um sich zu regenerieren und neue Energie zu schöpfen. Aber wie entspannt man richtig ?

  • Meditation und Yoga
  • eine wohltuende Massage
  • besuchen Sie ein Dampfbad oder eine Sauna
  • in der Natur spazieren gehen
  • entspannende Musik
  • ein heisses Aromabad
  • Entspannungskurse

Eine gute und wohltuende Entspannungsübung möchten wir Ihnen hier vorstellen :

Legen Sie sich auf eine angenehme Unterlage, schließen Sie die Augen und atmen ruhig und gleichmäßig. Konzentrieren Sie sich auf den Scheitelpunkt ihres Kopfes und versuchen Sie, sich dort befindende Spannungen zu lösen. Gehen Sie in ihren Gedanken nun langsam über das Gesicht nach unten, von der Stirn über die Augenlieder, die Nase, den Mund und das Kinn. Versuchen Sie sich in die jeweiligen Körperteile hineinzufühlen und dortige Spannungen zu lösen. 

Anschließend wandern ihre Gedanken über den Hals, die Schultern bis in die Arme und Fingerspitzen. Dann kehren Sie zurück zum Hals und fühlen sich über die Brust, den Bauch, den Po und die Beine bis hinunter zu den Zehenspitzen. Versuchen Sie ganz bewusst jeden Teil ihres Körpers zu lockern und Verspannungen zu lösen. Die Atmung bleibt währenddessen regelmäßig und ruhig. Wenn Sie feststellen das sich bestimmte Körperteile wieder anspannen, wandern Sie in Gedanken dort erneut hin und lösen die Verspannung. Kehren Sie nach der Übung langsam wieder aus der Entspannung zurück und öffnen ihre Augen. Sie werden feststellen das Sie sich wieder frischer und ausgeruht fühlen. Weitere Entspannungsmöglichkeiten finden Sie unter unserer Rubrik "Wellness für Zuhause".

Heilung durch Meditation
Mittlerweile gilt die heilende und wohltuende Wirkung der Meditation als medizinisch erwiesen und trägt erheblich zu unserem Wellnessgefühl bei. In Kombination mit Bewegung/Sport und ausgewogener Ernährung hilft sie uns zu einem allgemeinen Wohlbefinden und einem gesunden und ausgeglichenen Lebensstil. Hierbei liegen die positiven Wirkungen auf der Hand. Meditation hilft uns:
  • klarer denken zu können
  • effektiver zu arbeiten
  • die Kontrolle zu behalten
  • sich richtig zu entspannen
  • die Aufmerksamkeit zu steigern
  • in Stresssituationen gelassen zu bleiben
  • Dinge zu akzeptieren, wie sie sind

Die Auswirkungen der Meditation werden immer mehr erforscht und eine laufend steigende Zahl an Ärzten raten ihren Patienten zu Entspannungsübungen wie Meditation bei den nachfolgenden Symptomen, die meist durch übermäßige Belastung bei der Arbeit und auch in der Freizeit hervorgerufen werden:
  • Ängste und Panikattacken
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Migräne
  • Hoher Blutdruck
  • Unregelmäßiger Puls
  • Unregelmäßige Atmung
  • Magenkrämpfen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Depressionen
  • Hohem Stresshormonwert
  • Gedächtnisschwierigkeiten

Persönlichkeitsentwicklung
Die heilende Wirkung der Meditation findet auch in der Psychotherapie ihren Platz. Durch Meditation und das einhergehende Empfinden für das Hier und Jetzt fällt es vielen Menschen leichter, Beziehungen zu sich selbst und anderen besser zu verstehen, ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen und das berufliche und soziale Leben besser zu bewältigen. Die Meditation hilft, uns so zu sehen wie wir sind und uns auch selbstkritisch zu betrachten, Lebenskrisen zu bewältigen und gelassener mit unseren täglichen Ängsten umzugehen. Durch diese Gelassenheit erlangen wir auf gesunde Weise ein Gefühl von Wellness. Interessante Bücher zum Thema Meditation finden Sie hier im Amazon Buchshop.





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